Spatenstich Landeskrankenhaus Horn

Baustart für Ausweichquartier Nord

Der „Gesundheitsplan 2040+“ des Landes Niederösterreich hat zum Ziel, ein vernetztes Gesundheitssystem zu schaffen, das künftigen Herausforderungen und dem steigenden Versorgungsbedarf gerecht wird. Dazu gehört die Generalsanierung und Erweiterung des LK Horn, als Klinikum mit regionaler Schwerpunktfunktion. Ursprünglich für rund 500 Mitarbeiter:innen konzipiert, zählt es heute über 1.000 Beschäftigte, was eine umfassende bauliche und organisatorische Neuausrichtung erforderlich macht. Geplant sind:


	Zubau Süd mit neuen OP-Sälen, Erweiterung der Apotheke und einer großen neuen Abteilung für die Physikalische Medizin
	Zubau West mit einem neuen PET-CT und Ambulanz
	Umbau der Verwaltung in eine neue Augenabteilung inkl. Eingriffsräumen
	Weitere Umbaumaßnahmen mit Laboratorien, neuer Urologie-Ambulanz und Erweiterung der Bettenzimmer


Als erste Maßnahme wird auf dem Klinikareal ein temporäres Ausweichgebäude errichtet – als rückbaubarer Holzbau, mit der Möglichkeit zur Umnutzung. Dieser beherbergt interimistisch die Verwaltung, Büro- und Diensträume mehrerer Abteilungen sowie die Pflegeschule und gewährleistet die Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs während der künftigen Bautätigkeiten.

Die Lage des Neubaus zwischen dem südlich angrenzenden Bestandsgebäude und der nördlich gelegenen Energiezentrale ist strategisch klug gewählt: Sie schafft eine funktionale Nähe zu den bestehenden Einrichtungen und ermöglicht kurze, effiziente Wege innerhalb des Klinikareals. Im Westen entsteht ein vorgelagerter Platz, der nicht nur als zentraler Erschließungspunkt dient, sondern auch als Aufenthaltsbereich mit hoher Aufenthaltsqualität. Er fungiert als identitätsstiftendes Element und schafft eine klare Adressbildung für die unterschiedlichen Nutzungen im Gebäude.

Die Holzbauweise ermöglicht eine ressourcenschonende Errichtung mit geringem CO₂-Fußabdruck und bietet gleichzeitig die Option einer späteren Aufstockung oder Umnutzung. Ein Doppelbodensystem erlaubt eine flexible und zukunftssichere Verlegung der haustechnischen Installationen, während die Wände bewusst installationsfrei gehalten werden, um spätere Anpassungen ohne großen baulichen Aufwand zu ermöglichen.

Das architektonische Erscheinungsbild des Gebäudes ist geprägt von einer reduzierten, funktionalen Formensprache. Der Einsatz des Baustoffes Holz in Tragwerk, Fassade und Interior ist nicht nur nachhaltig, er verleiht dem Gebäude auch eine zeitgemäße, hochwertige Anmutung. Die Fassade mit bodentiefen Fenstern sorgt für eine großzügige natürliche Belichtung der Innenräume. Die Holzoberflächen im Inneren werden durch gezielte farbliche Akzente ergänzt, die die funktionale Gliederung des Gebäudes unterstreichen und gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität schaffen.

